Teil 1, Die Auflösung der Hierarchie

Zwischen der Wirkungsweise der Materialtransparenz und den kubistischen Bildkonzepten gibt es eine unübersehbare Differenz. Dennoch hat Giedion versucht diese beiden Themen zusammenzubringen. (…vorher) Dabei war es wohl nicht seine primäre Absicht die beiden Vorstellungen einwandfrei zur Übereinstimmung zu bringen. Vielmehr…

Teil 1, Im Übertragenen Sinn

Um Giedions Begriffsverständnis der Transparenz besser greifen zu können, ist es wichtig es in seinem theoretischen Umfeld zu betrachten. Die Bezeichnung ordnet sich dort in eine ganze Gruppe von Schlüsselwörtern ein. (…vorher) Nikolaus Kuhnert und Angelika Schnell zeigen in ihrem…

Teil 2, Transparenz der 40er-Jahre

In den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts legten gleich zwei Exponenten der Kunst-Avantgarde ein Buch zum Thema der optischen Wahrnehmung vor: 1944 György Kepes mit „Language of Vision“, 1947 Lásló Moholy- Nagy mit „Vision in Motion“. Obwohl sich die beiden…

Teil 2, Formen der Durchdringung

Beide Autoren, Kepes und Moholy-Nagy, verwenden den Transparenzbegriff in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen. Es ist daher auch nicht ganz leicht, eine einheitliche Vorstellung darüber zu gewinnen, was das Wesen der Transparenz für sie ausmacht. (…vorher) Kepes zum Beispiel baut seine Überlegungen…

Teil 2, Klarheit und Mehrdeutigkeit

Moholy-Nagy’s Verständnis von Transparenz scheint den Glasarchitekturen näher zu sein. Für ihn bedeutet Durchsichtigkeit Übersicht und Klarheit. In seiner Zukunftsvision für die Stadt nennt er Transparenz in einem Zug mit Sauberkeit und Hygiene (1). Auf die Architektur bezogen stellt Transparenz…

Teil 2, Simultaneität und Gesamteindruck

Als Beispiel einer simultanen Darstellung werden oftmals Picassos Werke angefügt. In seinen Bildern verschmelzen verschiedene Ansichten der Figuren in einem Ganzen, sodass die Rückseite, Profil- und die Frontalansicht gleichermassen zur Darstellung gelangen. Nun stellt sich die Frage, wie wir diese…

Teil 2, Sehen in Beziehungen

Diese Gesamtwirkung ist nicht der einzige Effekt der bewegten Wahrnehmung. Ebenso wichtig ist die Beziehung der einzelnen Teile untereinander. Moholy-Nagy schreibt dazu: (…vorher) „The abstract artists, the neoplasticists, suprematists, and constructivists discovered that in the efforts of the cubists not…

Teil 2, Addition und Fluktuation

Auch die Transparenz basiert auf Bewegung. Daher liegt die Frage nahe, ob hier dieselben Mechanismen am Werke sind wie beim Sehen in Bewegung. Gibt es auch beim Phänomen der Transparenz ein Gesamteindruck und eine Beziehung unter den Teilen? (…vorher) Wie…

Teil 2, Zweidimensionale Betrachtung

1963 veröffentlichen Robert Slutzky und Colin Rowe ihren Aufsatz Transparency Part I, der in Folge im innerarchitektonischen Diskurs, hohe Wellen schlägt. (…vorher) Rowes und Slutzky’s Kritik an Siegfried Giedions Transparenzbegriff und die damit einhergehende These zweier unterschiedlicher Transparenzarten findet schliesslich…

Teil 2, Der untiefe Raum

Der Begriff des „untiefen Raumes“ steht am treffendsten für Rowe und Slutzkys Theoriekonstrukt und deutet zugleich dessen wesentlichste Mängel an. (…vorher) Einen Grossteil ihrer Arbeit verwenden die beiden Autoren darauf eine möglichst direkte Übertragung künstlerischer Verfahren auf die Architektur zu…